Fastnacht

Bonndorf im Schwarzwald

Waldshut

Baden-Württemberg

Deutschland - Germany

Dieses Jahr

24.02.2022 (Donnerstag vor der Fastnacht = Weiberfastnacht), 01.03.2022 (Fastnachtsdienstag)

Nächstes Jahr

16.02.2023 (Donnerstag vor der Fastnacht = Weiberfastnacht), 21.02.2023 (Fastnachtsdienstag)

Turnus

jährlich

Festausübung

N
aktuell

Allg. Festbeschreibung

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Geografie

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Ort

Bonndorf im Schwarzwald

Kreis

Waldshut

Region

Baden-Württemberg

Staat

Deutschland - Germany

Beschreibung


Der höchste Feiertag der Bonndorfer Narren ist der Schmutzige Donnerstag, an dem auch die meisten Betriebe geschlossen haben. Um 6 Uhr weckt die Guggenmusik die Narren, um 14 Uhr macht sich ein Zug von rund 200 Hansele auf den Weg, angeführt von der Narrenmusik und aufgelockert durch den Narrensamen, das sind die Kinderhansele ohne Larve. Am Schluss des Zuges rollt ein Fuhrwerk mit einem frisch geschlagenen Baumstamm im Schlepptau daher; auf ihm reitet der Narrenrat, der an vier Plätzen die Fastnachtszeit verkündet. Am Rathaus dann übergibt der Bürgermeister für sechs Tage die Schlüsselgewalt.
Die "Hemdglungis" ziehen am Abend durch die Stadt. Am Abend des Fasnetdienstags schließlich strählt der Narrenrat, als Schulklasse verkleidet, in allen Lokalen, bis zum feierlichen und traurigen Ende, dem Fasnetverbrennen um Mitternacht auf dem sogenannten Latschariplatz.

Maskenfiguren:
Obwohl die Bonndorfer Zunft eindeutig im Hochschwarzwald zu finden ist, gehört der Pflumeschlucker zu den Weißnarren. Sein Häs aus grobem Leinenstoff trägt als Bemalung die Stallackerkatze, den Käppelegeist und den Schlossnarren. Auf der Jackenvorderseite sieht man ein Bauernpaar in Heimattracht, auf der Rückseite das Bonndorfer Löwenwappen. Die Scheme gehört zu den Charakterlarven, sie gibt ein verschmitztes Bauerngesicht wieder, das eine auffällig große Pflaume zwischen den Zähnen hält. Auf dem Kopf trägt der Pflumeschlucker seine Zipfelmütze mit langen Zotteln in den Stadtfarben blau-weiß. Eine Besonderheit sind die in Handarbeit gefertigten Bronzeglocken. An zwei Ledergurten hängen übers Kreuz getragen je elf Glocken, die harmonisch aufeinander abgestimmt sind. Das kostbare Geschell des Pflumeschluckers mit seinem einmaligen Klang hat großen Anteil daran, dass die Straßenfasnet in Bonndorf nach wie vor sehr gepflegt wird.
Mit dem Fotzli-Hansele hat die Bonndorfer Fasnet auch eine Einzelfigur zu bieten, er ist ein barocker Vorgänger des Pflumeschluckers. Alte Kleiderreste, in Dreiecksform geschnitten, zieren sein Häs. Die im Volksmund als "Fotzle" bezeichneten Stoffreste sind zugleich Namensgeber für diese traditionelle Narrenfigur, von der noch alte, barocke Holzlarven existieren.

Geschichte:
Ein Zunftbuch der Kammacher, Dreher und Schreiner belegt bereits für das Jahr 1765 eine Bonndorfer Fastnacht. Ihre Hauptfigur, der Pflumeschlucker, wurde in den Jahren 1926/27 geschaffen. Der Pflumeschlucker gründet auf einer mündlichen Überlieferung, die von der Bekanntschaft der Bonndorfer mit den Pflaumen erzählt. Die seien derart köstlich gewesen, dass sie mit Stumpf und Stil verschlungen wurden, was allerhand Spätfolgen hatte, unter anderem die Gründung der Narrenzunft mit dem Namen "Pflumeschlucker" zu Beginn dieses Jahrhunderts. Die Aufnahme der Narrenzunft Pflumeschlucker in die VSAN war im Jahr 1928.

Die Termine der aktuellen Fastnachtsveranstaltungen können aus dem unter www.fasnacht.net ab Oktober jedes Jahres von der Vereinigung Schwäbisch- Alemannischer Narrenzünfte (VSAN) veröffentlichten Narrenfahrplan entnommen werden.

Referenzen

Zur Geschichte der organisierten Fastnacht, Hg. Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte Vöhrenbach 1999.