Schäferlauf

Wildberg

Calw

Baden-Württemberg

Deutschland - Germany

Dieses Jahr

25.07.2022 (25.7. Jakobstag), 17.07.2022 (3.Sonntag im Juli)

Nächstes Jahr

25.07.2023 (25.7. Jakobstag), 16.07.2023 (3.Sonntag im Juli)

Turnus

alle 2 Jahre

Festausübung

N
aktuell

Geografie

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Ort

Wildberg

Kreis

Calw

Region

Baden-Württemberg

Staat

Deutschland - Germany

Beschreibung


Der Wildberger Schäferlauf ist heute ein vier Tage umfassendes Fest. Am Freitag wird das Heimatspiel "Der Klosterschäfer und des Teufels Puppenspieler" von Eugen Mamminger aufgeführt. Am darauffolgenden Tag findet das vom Landesschafzuchtverband Baden-Württemberg ausgetragene Leistungshüten statt. Der Sonntag, als Haupttag des Festes beginnt schon um 6 Uhr morgens mit der Tagwache und bietet einen Festzug sowie den historischen Schäferlauf. Am Montag findet im Klosterhof ein Krämermarkt statt, am Nachmittag wird ein buntes Programm geboten und am abend klingt das Fest im Festzelt aus, bzw. findet seinen Abschluß in einem großen Feuerwerk.
Der Schäferlauf entstand auf Anordnung Herzog Eberhard Ludwig zu Württemberg. Berufsständische Zwänge und volkswirtschaftliche Gründe machten es notwendig regelmäßige Zunfttreffen einzuführen, denn es galt Meinungsverschiedenheiten zu schlichten und Prüfungen abzulegen, ohne daß die Herden lange sich selbst überlassen waren. Durch die Verbindung mit einem Fest sollte die Anziehungskraft für das Treffen gesteigert werden. Wie der Festzug damals ausgesehen hat, kann anhand der Beschreibung Birlingers aus dem Jahre 1874 nachvollzogen werden: Ein bunter Zug bewegte sich vom Forsthaus die hochgelegene Stadt herab, die Musik voraus, dann der phantastisch kostümierte Herold mit der Stadtfahne, gefolgt von den "roten Reitern" und 12 Herren zu Roß, der stattliche Pferdemeister mit breiter Schärpe, die Schäferstandarte vom Jahr 1724 mit der Inschrift:

"Ihr Hürthen steht auff Treuer Hueth,
Im Leiden Macht Euch Guethen Mueth.
Erfreuet Euch der Engel Schar,
Die bey Euch Bleibet Immerdar."

Es folgen noch die bürgerlichen Kollegien, zwei Preishammel und zum Schluß die jauchzenden Schäfer und Schäferinnen. Auf dem Festplatz angekommen, begannen die Wettkämpfe: Der Wettlauf der Schäfer und Schäferinnen, der Mägde mit gefüllten Wasserkübeln, der Sackhüpfer usw., gegen welche alle die Stadt mit schönen Preisen nicht geizte, während das siegreiche Schäferpaar mit den Hammeln bedacht und mit glitzernden Schappeln geziert wurde. Danach vergnügte sich die Jugend beim Tanz, die Alten tranken zusammen ein paar Gläser.

Referenzen

Anton Birlinger: Aus Schwaben. Sitten und Rechtsbräuche. Wiesbaden 1874.