Schäferlauf

Markgröningen

Ludwigsburg

Baden-Württemberg

Deutschland - Germany

Dieses Jahr

24.08.2023 (24.8. Bartholomäustag)

Nächstes Jahr

24.08.2024 (24.8. Bartholomäustag)

Turnus

jährlich

Festausübung

N
aktuell

Geografie

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Ort

Markgröningen

Kreis

Ludwigsburg

Region

Baden-Württemberg

Staat

Deutschland - Germany

Beschreibung


Schlag elf Uhr geht es im Festzug zur Kirche. Voraus schreiten die "Ladenpfeifer", das sind vier Mann in der alten schwäbischen Bauerntracht, den leinenen Hosen und Röcken, dem roten Brusttuch und der Schmerkappe. Diese vier spielen auf ihren Instrumenten (Dudelsack, Geige, Horn und Pfeife) eine eintönige, aber ungemein einschmeichelnde, liebliche alte Schäfermusik. Hinter ihnen kommt die Lade, die alte Zunftlade der schwäbischen Schäfer, darin einst die Urkunden über ihre Rechte und Bräuche, die Zunftzeichen und der Zunftschatz enthalten waren. Hinter der Lade marschieren die Schäfer, alle den weißgrauen, runden, weichen Schäferhut auf dem Kopf und die Schäferschippe in der Hand. Der Festgottesdienst eröffnet den Schäfertag. Von der Kirche geht es dann in der überlieferten Ordnung hinaus zum Festplatz, einem großen Stoppelacker. Dort sind Tribünen aufgeschlagen für die Festbesucher und Ehrengäste; in althergebrachter Weise beginnen nun die Spiele und Tänze des Schäfervolkes unter Musik und schmetternden Trompeten. Dann kommt gleich das Hauptstück: der Wettlauf der Schäferinnen und Schäfer. Auf das Zeichen, einen Pistolenschuß, müssen sie alle barfuß über das ganze Feld laufen. Der Sieger und die Siegerin erhalten jeder ein ausgewählt schönes Schaf. Der Vogt als oberster Ehrengast, setzt ihnen die Schäferkrone aufs Haupt. Das Paar gilt nun für ein Jahr als Schäferkönig und -königin. Es ist die höchste Ehre, die der Schäferstand an diesem Tag vergibt. Dann gibt es noch allerlei Festbelustigung: das Sackhüpfen der Schäferbuben, das Wassertragen der Mädchen, der Hahnentanz, das Klettern am Festbaum, das Stelzenlaufen, das Eierlaufen und dazwischen Reigen und Tanzspiele der Jungschäfer und -schäferinnen. In den Sälen des Rathauses und der Stadtwirtschaft wird vom Nachmittag bis tief in die Nacht hinein getanzt, getrunken und gesungen, besonders in der Schäferwirtschaft, der "Krone".
Seit 2018 gehört es zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO.