Stupfeln
Turnus
jährlich
Festausübung
erloschen
Geografie
Ort
Kreis
Region
Staat
Beschreibung
Von den Metzelsuppen berichtet Birlinger 1862: In Bettringen und Umgebung besteht der Brauch, daß bei den sogenannten Metzelsuppen gestupfelt wird. Es geschieht meistens von ärmeren Personen, doch auch von wohlhabenden ledigen Leuten, um sich einen Spaß zu machen. Diese Personen sind meistenes vermummt, so daß sie umkenntlich sind. Sie binden an einen Stecken oder ein Stänglein einen irdenen Hafen, heben denselben an das Stuben- oder Küchenfenster des Hauses, wo die Metzelsuppe gehalten wird, klopfen damit, und sobald sich das Fenster öffnet, sagen sie: "Gend mer auch e Kesselbrühe oder enn Kesselspeck!" Der Hafen wird nun mit der Kesselbrühe gefüllt und als Zugabe ein "Brockel" Speck oder ein Würstchen dazu getan. Manchmal wird aber auch von den Stupflern gar nichts gesagt, damit man sie ja nicht erkenne. Die bei der Metzelsuppe sitzen, raten nun nach dem Namen hin und her; vermutet man, daß der Stupfler ein Bekannter, Liebhaber etc. sei, so wird er besser als die anderen bedacht.
Referenzen
Anton Birlinger: Volksthümliches aus Schwaben. Sitten und Gebräuche. Freiburg 1862.