Fastnacht / Fasnet

Aichhalden

Rottweil

Baden-Württemberg

Deutschland - Germany

Dieses Jahr

24.02.2022 (Donnerstag vor der Fastnacht = Weiberfastnacht), 28.02.2022 (Fastnachtsmontag = Rosenmontag), 27.02.2022 (Fastnachtssonntag = Quinquagesima / Estomihi), 01.03.2022 (Fastnachtsdienstag)

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16.02.2023 (Donnerstag vor der Fastnacht = Weiberfastnacht), 20.02.2023 (Fastnachtsmontag = Rosenmontag), 19.02.2023 (Fastnachtssonntag = Quinquagesima / Estomihi), 21.02.2023 (Fastnachtsdienstag)

Turnus

jährlich

Festausübung

N
aktuell

Geografie

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Ort

Aichhalden

Kreis

Rottweil

Region

Baden-Württemberg

Staat

Deutschland - Germany

Beschreibung

Um die Jahrhundertwende brannten in Aichhalden und der Umgebung mehrere Häuser durch Blitzschlag nieder. Durch die Einführung der Gebäudeversicherung kam manch einer mit etwas „Nachhilfe“ so zu einem neuen Hof. Es kam so zum weithin bekannten „Aichhalder Blitz“. Aufgrund alter Erzählungen und Begebenheiten wurde 1955 der Aichhalder Narrenmarsch zusammengefasst, welcher wie folgt lautet:

„Vadder zieh des Büschele nuff,
es duat an großa Krach,
de ihser Blitz der haut scho druff,
daß s‘ Haus brennt unterem Dach.“

„Drum löscha mir den großa Brand
mit Wie und au mit Bier,
die Andera goht des gar nix a,
des isch jo ihser Fier.“

„Im Undra Dorf sind Weiber Moaster,
und im Oberdorf koa Ma.
E alte Sau hot lange Borschta,
un anra junga isch nix dra.“

Es kam daher zum bekannten Ausspruch „Vadder s‘ hot blitzt, derf I anzünda?“. Die zweite Strophe ist entstanden, da nach einem Brandunfall die mit angerückte Schramberger Feuerwehr vom Aichhalder Kommandanten mit den Worten des 2. Verses begrüßt wurde.
Der dritte Vers besteht aus ortsüblichen Narrensprüchen, vor allem auf due altbekannte Tatsache, dass auch das starke Geschlecht immer seinen Meister findet.

Häs- und Maskenfiguren

Nach dem Krieg wurden in Aichhalden erstmals Weissnarren mit Holzlarven, nach der Fasnet in Rottweil und Sulz erschaffen. Da diese Kleider sehr kostspielig waren, wurde 1955 die „Aichhalder Hexe“, sowie die Einzelfigur „Aichhalder Blitzteufel“ erschaffen. Diesen Figuren folgte 1972 der „Aichhalder Sauhirt“. Der „Aichhalder Hansel“ wurde 1992 wieder neu ins Leben gerufen, da man durch Nachforschungen ein Originalkleid aus den Vorkriegsjahren ausfindig gemacht hatte. Alle Kleider haben als Symbole der Narrenzunft Aichhalden den Blitz, das Feuer und die Sau, (Schweinehaltung). Sie nehmen meist Bezug auf die mittelalterliche Herrschaft der Edelfreien von Falkenstein.

Der Blitzteufel: Eine Einzelfigur, welche die Heimsuchung der Aichhalder durch den Blitz symbolisiert. Auf einer Sau reitend herrscht er über die
Narrenschar.
Die Aichhalder Hexe: Die Hexe ist auf den Hexenglauben des Mittelalters zurückzuführen. Nach mündlicher Überlieferung soll damals ein Weib in
Aichhalden als „Hexe“ verbrannt worden sein. Ein Narrenkleid, welches durch seine Gleichheit, (Rock, Jacke) sowie dem gemalten
Schurz, unter den Hexen fast einmalig ist.
Der Sauhirt: Er stellt den Aichhalder des Mittelalters dar. Er musste die Sauen in dem Eichenwäldern um den Ort hüten, welche ihm durch seine
Herrschaft weggefressen werden.
Der Hansel: Auf diesem über 40 Jahre alten Narrenkleid (Weissnarr), sind überwiegend Symbole der Aichhalder Fasnet abgebildet. Er trägt zwei
Geschellgurte, und verteilt unter den Narren Brezeln.

Referenzen

Ehrenzunftpräsident, 78733 Aichhalden.