25.07. Jakobus Maior

Der Heilige Jakobus [*unbekannt – +43 n.Chr.] zählte mit seinem jüngeren Bruder Johannes und mit Petrus zu den erstberufenen Aposteln Jesu. Beide Brüder lebten als Fischer am See Genezareth in Galiläa, dem heutigen Kinneret. Der Heilige hatte unter anderem teil am Abendmahl, an der Angst Jesu im Garten Gethsemane, an Himmelfahrt und Pfingsten. Legenden berichten, dass Jakobus gleich nach Himmelfahrt in Spanien gepredigt habe und später in der Gegend um Samaria (heute Shomron) und Jerusalem das Evangelium vekündet habe. Dort sei er im Jahre 43 als erster Märtyrer unter den Aposteln von Herodes Agrippa enthauptet worden.

Einer Legende zufolge wurden die Reliquien im Frühmittelalter von Ägypten nach Spanien gebracht, wo sich in der Folge eine rege Wallfahrt bildete, die in den letzten Jahren einen neuen Aufschwung erlebt hat. Der Ort, an dem die Reliquien des Heiligen angeblich um 820 aufgefunden wurden, nachdem man das Grab vergessen hatte, wurde nach der Flurbezeichnung „Santiago de Compostela“ („Sanct Jacobus in campo stellae“ – Heiliger Jakob im Sternenfeld) genannt. Zu seinem Grab führten aus allen Teilen Europas Pilgerwege, das Erkennungszeichen der Pilger ist die Jakobsmuschel.
Von dem Heiligen werden zahlreiche Wunder berichtet. Eine Legende erzählt von einem Wirt, der einem jungen Gast einen Silberbecher im Rucksack versteckt hätte. Der Junge war mit seinen Eltern als Pilger von Santiago de Compostela gekommen. Der Wirt wollte ihn des Diebstahls bezichtigen, aus Rache, weil der junge Mann die Wirtstochter nicht haben wollte. Der vermeintliche Dieb sollte gehenkt werden, doch Jakobus hielt ihn, so dass er lebend vom Galgen genommen werden konnte. Der Wirt wurde an seiner Stelle gehenkt.

Jakobus ist unter anderem Patron der Pilger und Wallfahrer und der Patron Spaniens. Er wird für das Wetter und für das Gedeihen der Äpfel und Feldfrüchte angerufen sowie gegen Rheumatismus.
Das besonders häufige Vorkommen von Jakobikimessen erklärt sich daraus, dass viele Kirchen das Jakobspatronat führen und entsprechend viele Kirchweihfeste gefeiert wurden.

Der Gedenktag des Heiligen ist zugleich der Beginn der Erntezeit. Daher nannte man die neuen Kartoffeln „Jakobikartoffeln“ oder „Jakobikrumbiere“.

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