Gergelyjárás / Gregorigang

Csököly

Kaposvári

Somogy

Magyarország - Hungary

Dieses Jahr

12.03.2022 (12.3.)

Nächstes Jahr

12.03.2023 (12.3.)

Turnus

jährlich

Festausübung

N
erloschen

Allg. Festbeschreibung

Geografie

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von maps.google.de zu laden.

Inhalt laden

Ort

Csököly

Kreis

Kaposvári

Region

Somogy

Staat

Magyarország - Hungary

Beschreibung


Im 19. Jahrhundert begann die Schule mit dem Tag des Heiligen Gregors.
Die Eltern in Csököly brachten dem Lehrer bereits einen Tag vor Schulbeginn Gaben in Form von Naturalien.
Die älteren Schüler bereiteten sich auf den Gregortag vor, sammelten Bänder und putzten sich die Stiefel. Dann, am Gregortag selbst, kleideten sie sich festlich ein. Ihre Hüte schmückten sie mit frischen oder auch künstlichen Blumen, in der Hand hielten sie mit Bändern geschmückte Haselnussstöcke. Sie sammelten sich an einem vereinbarten Ort und gingen dann zu den Häusern, wo sie auf Kinder im schulfähigen Alter hofften, um sie mit ihren Anwerbeliedern in die Schule zu locken. Die Schüler sangen ein rhythmisches Prosagedicht, das dem alten Lied des Heilige Gregors entnommen war:

"Szent Gergő Urunknak, híres tanítónknak nevenapjan
Régi szokás szerint ma megyünk először iskolába.
Hol íratnak szépen, olvastatnak, s úgy tanítanak
Emberséget, blölcs, kegyes tudományt mindenki számára,
Mert nem jó tudatlan felnőni a földi világba.
Ezért készüljetek iskolatársak, mind jöjjetek már!
Jó mesterünk vagyon, kit Isten megáldjon, ki minket vár.
Ha nem adhattok új iskolást az idén házatokból,
Adjatok adományt szíves jókedvel javaitokból."

("Am Namenstag unseres berühmten Lehrers, des Heiligen Gregors
Gehen wir nach alter Tradition zum ersten Mal zur Schule.
Wo man uns schön schreiben und lesen lässt, da lehren sie
Menschlichkeit, weise, fromme Wissenschaft für jedermann,
Weil es nicht gut ist, unwissend im weltlichen Leben aufzuwachsen.
Deshalb bereitet euch vor, Kommilitonen, kommt endlich alle!
Wir haben einen guten Meister, den Gott segnen soll und der uns erwartet.
Wenn ihr dieses Jahr keinen neuen Schüler aus eurem Haus geben könnt,
Dann gebt uns Gaben mit Freude aus eurem Besitz.")

Die Eltern beschenkten die geschmückten Werbenden mit Eiern, Kuchen oder mit Geld.
In der Schule angekommen, erwartete ein gedeckter Tisch die Schüler. Zu diesem Zweck hatten die Eltern am vorigen Tag die Gaben gesammelt. Ab und an gab es auch Musik zum Essen.
Am frühen Morgen des nächsten Tages trafen alle Schüler ein. Zwei Schüler, die an diesem Tag Dienst hatten, erwarteten sie. Danach läutete es zum kirchlichen Gebet. Anschließend fing das Lernen an. Mittwoch und Samstag waren die Tage, wo die Schüler Gaben in Form von Naturalien - Eier, Maiskolben etc. - in den Korb des Lehrers werfen mussten. Das war die Bezahlung für seine Arbeit.

Referenzen

Sándor Bálint: Ünnepi kalendárium. [Festkalender]. Budapest 1977, Bd. 1, S. 250-252.