Neujahrsbräuche

Stürzenhardt/Buchen

Neckar-Odenwald

Baden-Württemberg

Deutschland - Germany

Dieses Jahr

01.01.2022 (1.1 Neujahr)

Nächstes Jahr

01.01.2023 (1.1 Neujahr)

Turnus

jährlich

Festausübung

N
aktuell

Allg. Festbeschreibung

Geografie

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Ort

Stürzenhardt/Buchen

Kreis

Neckar-Odenwald

Region

Baden-Württemberg

Staat

Deutschland - Germany

Beschreibung


Eine uralte Dämonenabwehr, das Vertreiben böser Geister, aber auch das Begrüßen des neuen Jahres dürfte der Ursprung des Lärmens und Schießens in der Neujahrsnacht sein, die in der Regel festlich und fröhlich begangen wird.
Typisch für den Neujahrstag sind die Gebildbrote, im Odenwald heute zumeist die Neujahrsbrezel, in Hettigenbeuern früher die sogenannten "Gotteslaibchen", Gebildbrote im Form kleiner Brotlaibchen, oder in Stürzenhardt die sogenannten "Rinke", Brezeln, die wie ein Zopf geflochten waren.
Diese Gebildbrote erhielten die Kinder, wenn sie ihren Verwandten, vor allem den Paten, das Neujahr angewünscht haben mit dem Spruch:

"Prost Neujahr, Breze wie e Scheuertor!"

Als besondere Speise an Neujahr gilt heute noch das Sauerkraut: wenn man an Neujahr Sauerkraut isst, soll einem das ganze Jahr über das Geld nicht ausgehen.
Zeitweise artete das Neujahrswünschen der Kinder in regelrechte Bettelei aus. Die Amorbacher Klosterrechnungen geben hierüber interessanten Aufschluss: 1723 kamen 280 Kinder aus der Stadt ins Kloster zum Neujahrswünschen und Betteln.

Referenzen

Gerlinde Trunk: Feste und Brauchtum im Jahreslauf in und um Buchen. In: 30 Jahre (1961-1991) Odenwälder Trachtengruppe Buchen, 1991, S. 90-101.