Palmenweihe

Rielasingen-Worblingen

Konstanz

Baden-Württemberg

Deutschland - Germany

Dieses Jahr

10.04.2022 (6 Fastensonntag = Palmsonntag)

Nächstes Jahr

02.04.2023 (6 Fastensonntag = Palmsonntag)

Turnus

jährlich

Festausübung

N
aktuell

Allg. Festbeschreibung

Geografie

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von maps.google.de zu laden.

Inhalt laden

Ort

Rielasingen-Worblingen

Kreis

Konstanz

Region

Baden-Württemberg

Staat

Deutschland - Germany

Beschreibung


Am Palmsonntag war es bis zum Zweiten Weltkrieg üblich, dass die Buben von 10-14 Jahren ihre "Palmen" zur Weihe in die Kirche trugen.
Sie versammelten sich vor der Kirche und zogen mit ihren Palmbäumen bei Beginn des Gottesdienstes in die Kirche ein, wo sie rechts und links des Hochaltars Aufstellung nahmen. Möglichst den größten und schönsten Palmen zu haben, war der Wunsch jedes Buben.
Der "Palmen" bestand aus einer jungen Tanne von etwa drei Meter Höhe aus dem Gemeindewald, von den Vätern der Buben geschmückt.
Die untere Hälfte des Stammes - entastet und geschält - umwickelte man mit Glanzpapier. Unterhalb der Äste band man um den Stamm einen doppelseitigen Bund von Buchszweigen mit einem Seidenband umwunden. Die Äste schmückte man mit bunten Bändern und den Dolden mit kleinen Kreuzen aus geschälten Holderzweigen. Um den oberen Teil des Palmenstammes rankte sich ein Gewinde mit schönen Äpfeln, die nach der Palmweihe daheim zum Essen an die Familienangehörigen verteilt wurden. Auch das Vieh bekam von diesen Palmäpfeln zum Schutz vor Krankheiten.
Dann sägte man vom Palmen die unteren 2/3 ab und nagelte ihn als Segenszeichen an den Stalltürpfosten.

Der Brauch der Palmenweihe findet heute in wiederbelebter Form statt.

Referenzen

Gertrud Streit: Geschichte des Dorfes Rielasingen, hrsg. i. A. der Gemeinde Rielasingen-Worblingen in Verbindung mit dem Verein für Geschichte des Hegaus e. V., Hegau-Bibliothek Bd. 82, 1993, S. 204-205.