19.03. Josef

Der Heilige Josef (*unbekannt – ca. 10 n.Chr.) ist eine Figur des Neuen Testaments und ein Heiliger der römisch-katholischen, sowie der orthodoxen Kirchen. Er gilt als Nähr- und Ziehvater Jesu, dessen kirchengeschichtliche Bedeutung allerdings bis in das 19. Jahrhundert hinein sehr unterschiedlich eingeschätzt wurde und bis in das 19. Jahrhundert in der Heiligenverehrung eine eher untergeordnete Rolle spielte. Er ist Schutzpatron der Arbeiter und besonders der Zimmerleute.

Joseph stammte aus dem Geschlecht Davids, das, so die jüdische Überlieferung, den zukünftigen Messias hervorbringen werde. Im Neuen Testament wird deshalb auch die Herkunft Jesu aus diesem Hause hervorgehoben. Allerdings gilt Joseph nicht als leiblicher Vater Jesu, sondern, als Verlobter und später Ehemann der „Jungfrau“ Maria, lediglich als dessen Vormund. Da die katholische Kirchentradition von der „ewigen Jungfräulichkeit“ der Gottesmutter ausgeht, werden die innerhalb der Evangelien genannten „Brüder“ Jesu als dessen Vettern gedeutet. Um die Jungfräulichkeit Mariens noch zu betonen, sprechen die apokryphen Überlieferungen von Joseph als altem, über 80jährigem Mann, der als Bauhandwerker, oder als Zimmermann arbeitete. Als ihm ob der Schwangerschaft Mariens Zweifel an ihrer Treue kommen, erscheint ihm im Traum ein Engel der von der ihn von der Empfängnis durch den heilen Geist überzeugt. Im Lukasevangelium wird Josef zum letzten Mal erwähnt, als er mit Maria den verlorenen zwölfjährigen Jesus im Tempel von Jerusalem wiederfindet. Daraus schließt man, dass er noch vor dem öffentlichen Auftreten Jesu gestorben sei. Innerhalb der oströmischen Kirche schon früher verehrt, ist die Verehrung Josephs im lateinischen Westen erst ab Mitte des 9. Jahrhunderts bezeugt. Seit dem 10. Jahrhundert wird der 19. März als sein Gedenktag gefeiert, wohl um das Fest der römischen Handwerksgöttin Minerva zu verdrängen. Im 15. Jahrhundert bestätigt Sixtus IV. diesen Feiertag. Seit 1621 ist der Tag ein Fest im römischen Kalender, nachdem der Josephskult seit dem 14. Jahrhundert besonders von Bettelorden gefördert wurde. Die Habsburger erkoren Joseph zu ihrem Hausheiligen. 1676 zum Hauptpatron des römischen Reiches erkoren, wird Joseph 1870 zum Schutzheiligen der gesamten römischen Kirche erklärt. Das 1955 von Papst Pius XII. eingeführte Fest „Joseph der Arbeiter“, sollte am 1. Mai gefeiert werden und so als religiöses Gegengewicht zum sozialistisch eingefärbten „Arbeiterfeiertag“ fungieren.

Besonders im Alpenraum (Kärnten, Steiermark, Tirol) ist die Verehrung des Heiligen Joseph ungebrochen und Gegenstand zahlreicher Brauchformen. Speziell zu diesem Tag angefertigtes Backwerk („Baumwollbrot“, „Josephi-Kücherl“) ist ebenso üblich wie die „Bestellung“ eines als Liebespfand verwendeten Ostergeschenks. Im italienischen San Marino wird der Josephstag Anlass eines mehrtägigen Festessens, dessen vornehmlicher Zweck die Verpflegung und Bewirtung von Armen und Versehrten ist. Im spanischen Valencia wird der Josephstag als „Falles“ – ein Lichter und Flammenfest – begangen und ist ein beliebtes touristisches Reiseziel.

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