Karwoche

Als Karwoche [althd. Kara: klagen, trauern; auch: Große Woche, Stille Woche] bezeichnet man die letzte Woche der Passions- und Fastenzeit. Sie beginnt sieben Tage vor der Auferstehung Jesu am Ostersonntag. Die Fest- und Brauchformen zur Karwoche konzentrieren sich zumeist auf deren wichtigste Tage, den >Gründonnerstag, >Karfreitag und >Karsamstag. Die evangelische Kirche begeht die Karwoche mit täglichen Passionsandachten.

Während, bis ins 4. Jahrhundert hinein, der Passion Christi noch an einem einzelnen Tag gedacht wurde, ist seit dieser Zeit, mit Augustinus, vom „Triduum des gekreuzigten, begrabenen und auferstandenen Christus“ die Rede. Entsprechend werden hierfür drei verschiedene Gedenktage üblich. Die Karwoche bildet den Höhepunkt der Passionszeit und hat für jeden ihrer einzelnen Tage eine regional unterschiedliche Bezeichnung aufzuweisen.

Die Brauchformen der Karwoche sind bereits in den entsprechenden Einzelartikeln beschrieben worden, werden demnach hier nur zusammengefasst wiedergegeben: Typisch für die Karwoche, zumindest jedoch für >Gründonnerstag bis >Karsamstag, ist die Schmucklosigkeit von Altarraum und Kirche. Vielfach als Wortgottesdienst begangen, sind kirchliche Gesänge nur ohne die sonst übliche Orgelbegleitung denkbar. Auch die Kirchenglocken schweigen an diesen Tagen. Um die Gläubigen zur Messe zu rufen, hat sich vor allem in Süddeutschland und dem Rheinland der Brauch des „Ratschens“ mit Holzinstrumenten verbreitet: Hierbei zieht die dörfliche Jugend heischend durch die Strassen und erinnert dabei an das Gebot des Kirchenbesuches. Entlohnt werden sie traditionell mit Eiern oder einem Handgeld. Ebenso verbreitet ist die Erzählung, dass die Kirchenglocken in der Karwoche nach Rom fliegen und dort vom Papst neu gesegnet würden, um dann das österliche Gloria einzuläuten. In katholisch geprägten Gegenden sind überdies sogenannte „Kreuzwegandachten“ üblich: Die Passion Christi wird, wie für Mitteleuropa etwa seit dem 14. Jahrhundert überliefert, zuerst in 12, heutzutage in 14 Stationen nachgegangen. Größer angelegt und den Charakter christlich-säkularer Schauspiele annehmend sind die süddeutschen Passionsspiele. Das in Deutschland bekannteste ist dasjenige von Oberammergau.

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